Die Türzarge: oft unterschätztes Detail beim Türenkauf

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Wer sich für neue Innentüren interessiert, achtet bei der Auswahl oft nur auf das Türblatt und die mechanischen Elemente, die Zargen werden dagegen oft eher stiefmütterlich behandelt. Dabei spielen sie doch eigentlich eine wichtige Rolle, denn sie beeinflussen maßgeblich das gesamte Erscheinungsbild einer Tür. In diesem Blogartikel möchten wir darum eine Lanze für die Zarge brechen und zunächst einmal klären, worum es sich dabei überhaupt handelt und woher die seltsam klingende Bezeichnung stammt.

Grundsätzlich beschreibt eine Zarge den fest mit der Wand verbundenen Teil, an dem die entsprechende Tür mithilfe eines Scharnieres beweglich angebracht wird. Der Name dieses Elementes lässt sich auf das althochdeutsche Wort “Zarga” zurückführen, das einen Rand oder eine Seitenwand beschreibt. “Zarga” wiederum ist verwandt mit dem altenglischen Wort “targa” (kleiner Schild oder Rundschild), woraus sich letztendlich die urgermanische Grundbedeutung “Rand” ableitete. Eine Zarge dient hauptsächlich als Anschlag beziehungsweise Befestigung (also zur Aufnahme der Türbänder oder Scharniere) sowie als formschlüssiges Gegenstück der eigentlichen Tür, allerdings verkleidet sie aber meist auch die Mauerlaibung der Wandöffnung. Die Position der Scharniere an der Zarge ist immer abhängig von der Öffnungsrichtung der Tür. An der Zarge ist üblicherweise auch noch das Schließblech für die Schlossfalle auf der dem Scharnier gegenüberliegenden Seite montiert. Zargen können aus unterschiedlichen Materialien bestehen: aus Holz oder Holzwerkstoffen, aus Aluminium oder aus Stahl. Gestalterisch bieten sich Ihnen hier zudem sehr viele Möglichkeiten. Abhängig vom persönlichen Geschmack und vom gewünschten Türmodell können Sie beispielsweise eine eckige, eine abgerundete oder eine profilierte Zarge auswählen. Die verschiedenen Varianten setzen interessante Akzente und unterstreichen den Charakter und den Ausdruck der gewählten Tür.

Vor dem eigentlichen Einbau einer Tür erfolgt immer erst der Einbau der Zarge. Sie wird vom Handwerker in die entsprechende Maueröffnung eingesetzt, exakt im Lot ausgerichtet und anschließend mit Holzkeilen fixiert. Danach fixiert der Handwerker die Zarge mit speziellen Zwingen in der Breite, bevor der kleine Spalt zum Mauerwerk mit einem speziellen und sehr hochwertigen Zweikomponentenschaum ausgefüllt wird. Der Schaum härtet meist sehr schnell aus, so dass schon bald alle überstehenden Reste mit einem Cuttermesser entfernt werden können. Zum Schluss erfolgt natürlich noch die sorgfältige Abdichtung gegen Zugluft und Lärm.
Das Türblatt wird im nächsten Arbeitsgang beweglich an der eingesetzten Zarge befestigt, danach lassen sich die Zwingen problemlos und endgültig entfernen. Leichtere Korrekturen sind, falls erforderlich, durch das Einstellen der Korrekturbänder natürlich noch möglich. Im letzten Arbeitsgang werden noch die einzelnen Dichtungen zwischen Zarge und Blatt gesetzt und die Anschläge montiert.

Generell ist es selbstverständlich möglich, eine Türzarge selbst und in Eigenregie zu montieren. Sie benötigen dafür aber eine gute Werkzeug- und Materialausstattung sowie ein gewisses handwerkliches Geschick. Im Zweifelsfall sollten Sie diese Aufgabe daher lieber einem Fachmann überlassen, denn ansonsten ist Ärger bereits vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall lässt sich die Tür dann nicht einwandfrei betätigen, so dass Sie womöglich den Schaum komplett lösen und die Zarge vollkommen neu justieren müssen. Mit einem Fachmann haben Sie dagegen die Garantie, dass der Einbau genau so erfolgt, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Türzargen erhalten Sie natürlich auch bei uns in einer großen Vielfalt und immer passend zur jeweiligen Tür. Unser Online-Konfigurator gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre neue Tür ganz individuell und nach Ihren eigenen Wünschen zu bestellen. Ein eigens für die Zargen vorgesehener Unterpunkt in unserem Konfigurator zeigt Ihnen die unterschiedlichen Optionen auf, so dass Sie die gewünschte Ausführung nur anklicken müssen. Entsprechende Abbildungen beziehungsweise Zeichnungen verdeutlichen dabei sehr eindrucksvoll, wie sehr die Optik einer Tür durch das Design der Zarge beeinflusst wird. Innentüren aus dem Hause Dextüra bietet in diesem Zusammenhang übrigens einen besonders vielfältigen Gestaltungsspielraum.
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