Fenster und Türen: Normen und Richtlinien

Bei Reklamationen, Streitigkeiten oder Missverständnissen darf es niemals um persönliche Meinungen oder Ansichten gehen: Eine Einigung kann nur dann erzielt werden, wenn sich alle Parteien an vorgegebenen Normen und Richtlinien orientieren. Dies gilt in allen Bereichen des Lebens und selbstverständlich auch in unserer Branche.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen einige Merkblätter und Richtlinien zur Verfügung. Diese Schriftstücke sorgen für Transparenz und Klarheit, ganz egal, ob es sich bei der Reklamation um das Produkt selbst oder um die Montage handelt. Diese Richtlinien sind absolut verbindlich, jeder Sachverständige stützt sich auf sie. Führen Streitigkeiten bis vor ein Gericht, werden sie selbstverständlich auch dort zurate gezogen.

Finden Sie zu einem bestimmten Bereich keine Richtlinie, so gilt das entsprechende Merkblatt, das wir Ihnen ebenfalls zur Verfügung stellen. Die Schriftstücke orientieren sich grundsätzlich an den Vorschriften in Österreich, starke Abweichungen zu den in Deutschland herrschenden Richtlinien gibt es in der Regel nicht. Da Österreich ohnehin Vorreiter in puncto Qualität und Anspruch rund um das Thema Bauen ist, werden die Richtlinien schließlich auch europaweit angewandt.

Sie als privater Endkunde stehen dem Dschungel an Vorschriften und Schriftstücken verständlicherweise vielleicht manchmal etwas ratlos gegenüber. Was gilt wann, und welche Vorschrift hat wann Priorität? Grundsätzlich steht natürlich das Gesetz an erster Stelle. Gleich dahinter folgen aber schon die Normen beziehungsweise die entsprechenden RAL-Vorschriften. An dritter Stelle stehen bereits die Richtlinien, danach folgen die Merkblätter, am Schluß kommen die und schließlich die Herstellerangaben. Eine Abweichung von dieser Reihenfolge ist generell nicht vorgesehen.

Die Normen, die in Österreich gelten, dürfen wir Ihnen aus verschiedenen Gründen nicht anbieten. Zugriff haben ausschließlich Sachverständige, Behörden und Unternehmen, alle Normen sind kostenpflichtig zu erwerben und können im Internet an keiner Stelle frei eingesehen werden. Sie werden in der Regel kurz angeschnitten, beschrieben oder zusammengefasst. Trotzdem haben sie natürlich einen hohen Stellenwert, im Zweifel werden sich alle Parteien auf die geltenden Normen stützen. Normen beschreiben also im Grunde die Mindestanforderungen, an die sich jeder zu halten hat. In Österreich entspricht die ÖNorm B 5320 der deutschen RAL-Montage. Ursprünglich stand die Abkürzung RAL für den Begriff “Reichsausschuss für Lieferbedingungen”, er wurde 1925 in der Weimarer Republik geprägt. Heute orientiert sich der Begriff jedoch an der ergänzenden Erläuterung “RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.”

Schauen Sie sich die Richtlinien und Merkblätter, die wir Ihnen zum Download anbieten, einfach an. Sie sind nicht nur bei Reklamationen oder Streitigkeiten eine wichtige Orientierungshilfe, sondern halten auch so manchen interessanten Tipp bereit.

Richtlinien und Merkblätter

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