Frostige Zeiten: was Sie jetzt über die Fensterpflege wissen müssen

Der Winter hat uns eiskalt erwischt und voll im Griff, die Temperaturen rasten in den letzten Wochen förmlich in den Keller und die Heizungen laufen auf Hochtouren. Keine optimale Zeit, um die Fenster zu putzen. Doch im gerade begonnenen neuen Jahr haben viele Hausbesitzer und Mieter ihre weihnachtliche Dekoration von den Fenstern entfernt. Leider hinterlassen die stimmungsvollen Fensterbilder und Lichterketten aber oft hässliche Rückstände an den Scheiben, etwa durch Klebestreifen oder Saugnäpfe. Das Bedürfnis, den Fenstern mit Lappen und Putzmitteln zu Leibe zu rücken, ist aktuell daher groß. Doch aufgepasst: Fensterputzen bei Minusgraden ist absolut keine gute Idee. Dies gilt besonders für sehr kalte Tage: Bei Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius gefriert das Putzwasser binnen Sekunden auf der Scheibe. Eine Reinigung ist dann nicht mehr möglich, was dazu führt, dass die Fenster nach dem vergeblichen Putzversuch noch unschöner aussehen als vorher. Natürlich gibt es einige vermeintliche Geheimtipps, die das Gefrieren des Putzwassers verhindern. Spiritus beispielsweise. Doch solche Zusatzstoffe im Putzwasser sind höchst aggressiv, sie greifen die Hände an und schaden zudem der Umwelt. Und auch aus energetischer Sicht ist das Fensterputzen bei starkem Frost nicht sehr sinnvoll. Da die Fenster beim Reinigen unweigerlich eine gewisse Zeit komplett offenstehen, kühlen die Räume schnell aus.
Wer dennoch eine einigermaßen klare Sicht nach draußen haben möchte, sollte zumindest auf das Putzen der Außenseiten verzichten und lediglich die Innenseiten reinigen.

Allerdings gibt es Ausnahmen, die das zeitnahe Putzen der Außenscheibe erforderlich machen. Verschmutzungen wie beispielsweise Ruß und Aschereste, die durch das Heizen mit Holzöfen und Kaminen entstehen, sollten nach Möglichkeit relativ schnell entfernt werden. Es reicht aber in der Regel aus, auf einen etwas milderen Wintertag ohne strengen Frost zu warten, zumal die extremen Kälteperioden hierzulande erfahrungsgemäß ohnehin nicht sehr lange andauern.
Die meisten Häuser werden heute mit hochmodernen Wärmedämmfenstern ausgestattet … und das ist auch gut so. Doch gerade bei diesen Wärmedämmfenstern ist die äußere Scheibe deutlich kälter als beispielsweise bei den älteren Isolierverglasungen. Schließlich kann die Heizwärme nicht mehr so leicht durch die Scheiben nach außen dringen. Darum besteht in der kalten Jahreszeit das Risiko, dass Rahmen und Fensterflügel beim Reinigen mit einem nassen oder feuchten Lappen Eis ansetzen. Es empfiehlt sich daher, die Fenster nach dem Putzen immer sehr sorgfältig abzutrocknen. Die Entwässerungs- oder Lüftungsöffnungen des Fensters lassen sich übrigens sehr gut mit einem Wattestäbchen säubern: meist sogar völlig ohne Wasser. Die Wasserableitungen in den Fensterrahmen müssen stets sauber sein. Sind nämlich diese feinen Abflusskanäle verstopft, kann kein Wasser mehr abgeführt werden und es gefriert unweigerlich. Dadurch könnte im schlimmsten Fall sogar der Rahmen Schaden nehmen, so dass er nicht mehr richtig schließt.

Ein weiteres wichtiges Thema betrifft die Dichtungen. Fenster- und auch Türdichtungen nehmen mit der Zeit Schaden, wenn sie nicht hin und wieder mit einem guten Pflegemittel eingerieben werden. Sie schließen dann irgendwann nicht mehr dicht und lassen Zugluft ins Zimmer. Frieren Fenster- und Türdichtungen jedoch bei Minusgraden fest, können sie sogar an besonders sensiblen Stellen brechen. Darum sollten sie an einem frostfreien Tag zunächst gründlich gereinigt werden. Reiben Sie die Dichtungen anschließend mit einem guten Pflegemittel ein. Das Dichtungsmaterial bleibt auf diese Weise geschmeidig und wird nicht steif, wodurch letztendlich auch verhindert wird, dass die Dichtungen festfrieren. Falls Sie die Pflege Ihrer Dichtungen vor den kalten Frosttagen vernachlässigt haben und es bereits zum Festfrieren gekommen ist, dürfen Sie die Fenster auf keinen Fall mit Gewalt aufreißen. Sie riskieren sonst, dass die Dichtungen einen irreparablen Schaden nehmen und Ihre Fenster undicht werden.

Doch irgendwann geht auch dieser Winter natürlich vorbei und wir können uns wieder auf wärmere Tage freuen. Dann steht einem ausgiebigen Frühjahrsputz selbstverständlich nichts im Weg.

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