Hausbau: Alternative Energien und Förderungen

Für das Erreichen der ehrgeizigen deutschen Klimaziele tut die Regierung einiges. Wer beim Hausbau die alternativen Energien einbezieht, spart nicht nur auf Jahrzehnte Strom- und Heizkosten, sondern wird auch mit staatlicher Förderung unterstützt. Eine gute Übersicht der verschiedenen Energiesparhaus-Varianten findet man auf  http://www.haus-xxl.de/energiesparhaus.

Photovoltaik

Die eigene Versorgung mit Solarstrom ist hierzulande bereits eine bewährte Technologie. Mehr als 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen sorgen in Deutschland für Energie aus der Sonne. Die staatliche Unterstützung gibt es in vier Formen:
– Hilfe bei der Finanzierung mit einem KfW-Kredit
– Vergütung des in das öffentliche Netz eingespeisten Stroms
– Zuzahlung beim Kauf eines Solarstromspeichers
– Förderung im Zusammenhang mit effizienten Wärmeerzeugungsarten, die mit Solarstrom arbeiten

Der KfW-Kredit umfasst die gesamte Finanzierung und ist mit einem außerordentlich niedrigen Zinssatz versehen. Dazu gibt es noch einen Tilgungszuschuss von 30 %, wenn auch der Solarstromspeicher von der KfW finanziert wird. Die Anträge bei der KfW können natürliche Personen und ausgewählte Institutionen und Unternehmen stellen.

Die Einspeisevergütung für Solarstrom ist in den letzten Jahr stark gesenkt worden, beträgt aber immer noch das Drei- bis Vierfache des börsengehandelten Stroms. Über die garantierte Laufzeit von 20 Jahren kommen so Tausende von Euro zusammen. Steuerlicher Vorteil: der PVA-Betreiber wird automatisch zum Kleinunternehmer und kann seine Ausgaben beim Fiskus geltend machen.

Im Gegenzug fördert der Staat die Selbstnutzung des mit der eigenen Anlage erzeugten Stroms um so stärker. Technisch sind dafür die neuen Solarstromspeicher zuständig, die je nach Kapazitäten 70 % bis 95 % des eigenen Stromvolumens für den Eigenverbrauch nutzbar machen. Seit Mai 2013 zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bis zu 600 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität für Anlagen bis 30 kWp. Wenn bestehende Anlagen mit einem Solarstromspeicher nachgerüstet werden, erhalten diese sogar 660 Euro auf jede Kilowattstunde Speicherkapazität bis zu einer maximalen Förderhöhe von 2.200 Euro. Lithium-Ionen-Akkus werden dadurch zu etwa 30 % günstiger in der Anschaffung, Blei-Akkus sogar bis 50 %. Als Bestandsanlagen werden Photovoltaikanlagen gewertet, die zumindest sechs Monate in Betrieb sind.

Solarthermie

Nicht nur die Stromversorgung, sondern auch die Erzeugung eigener Wärmeenergie wird vom Staat bezuschusst. Denn den größten Anteil an den CO2-Emissionen der privaten Haushalte verursachen die Heizungen. Mit der Energie aus der Sonne lässt sich der Anteil fossiler Brennstoffe bis zu 70 % reduzieren. Möglich machen das Solarkollektoren, die Sonnenwärme speichern und an das hauseigene Heizungssystem und an die Wasseraufbereitung abgeben können. Pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Zuschuss von 90 Euro. Wird eine bestehende Solarkollektoren-Anlage erweitert, ist der entsprechende Betrag 45 Euro hoch. Die Förderung ist auf maximal 40 Quadratmeter Kollektorfläche begrenzt.
Für weitere innovative Anwendungen gibt es eine Reihe von Boni, so den Kesseltauschbonus, den Regenerativen Kombinationsbonus, den Effizienzbonus, den Wärmenetzbonus oder den Bonus für besonders effiziente Solarkollektorpumpen.

Wärmepumpen

Wärmepumpen erfreuen sich steigender Beliebtheit, nicht zuletzt deswegen, weil der Staat bei der Anschaffung besonders kräftig mithilft. Hier reichen die Zuschüsse von 1.300 Euro bis 4.000 Euro je nach Betriebsart und Jahresarbeitszahl. Dazu kommen noch eine mögliche Speicherförderung, der Effizienzbonus oder der Kombinationsbonus.

GASTARTIKEL, HAUS XXL

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