Herbstzeit – Regenzeit: Was hat es eigentlich mit der Schlagregendichtheit auf sich?

Langsam hält der Herbst wieder Einzug. Sicher wird er uns auch in diesem Jahr wieder kräftige Stürme, Starkregen und kühle Temperaturen mitbringen. Solche ungemütlichen Witterungsverhältnisse wollen wir natürlich draußen lassen: Fenster und Türen müssen darum auch optimal abgedichtet und gedämmt sein. Doch immer wieder klagen Hausbesitzer und Mieter über Nässe, die durch Türen und Fenster ins Innere eindringt. Diese Elemente sind dann nicht oder nicht mehr schlagregendicht. Doch was bedeutet eigentlich die Schlagregendichtheit, was sagt sie aus und wie wird sie überhaupt gemessen? Screenshot 2015-09-05 20.06.43

Prüfverfahren und Klassifizierung
Die Schlagregendichtheit wird mit der Klassifizierungsnorm EN 12208 geregelt. Sie drücken die Widerstandsfähigkeit eines Fensters beziehungsweise einer Tür gegen das Eindringen von Nässe und Feuchtigkeit aus. Doch geht es hier nicht nur um normalen Regen, sondern um Starkregen in Verbindung mit einer bestimmten Windlast. Dabei spielen vor allem folgende Elemente einer Tür oder eines Fensters eine Rolle: die Dichtung, die Falz, die Entwässerungsöffnung und die Druckausgleichsöffnung. Die Kombination aus Wind und Regen, die als Schlagregen bezeichnet wird, ist eine enorme Belastung für Fenster und Türen. Um die geforderte Produktnorm einhalten zu können, müssen die einzelnen Bauteile darum auch sehr hohe Anforderungen erfüllen. Im Rahmen einer Prüfung werden die einzelnen Bauteile unter bestimmten Druckvoraussetzungen und ganz gezielt mit Wasser besprüht. Der Druck, den der Regen in Verbindung mit dem Wind aufbaut, ist bei der Bewertung der Schlagregendichtheit der wichtigste und entscheidende Faktor. Er wird üblicherweise mit der Einheit Pascal gemessen, wobei eine Einteilung in neun Stufen (von 0 bis 600 Pascal) als Grundlage gilt. Die  EN 12208 sieht zudem zwei verschiedene Verfahren zum Einbau beziehungsweise zur Montage der jeweiligen Bauteile in Anlehnung an die Windlasteinstufung vor. Verfahren A gilt daher für Bauteile ohne jeglichen baulichen Schutz, also Fenster und Türen, die der Witterung dauerhaft und ohne Schutz ausgesetzt sind. Verfahren B gilt dagegen für Bauteile mit einem gewissen Schutz. Hierbei kann es sich um Vordächer, um Balkone, aber auch um besonders tiefe Laibungen handeln. Der Prüfdruck, dem die Bauteile ausgesetzt werden, muss generell in einer vorgegebenen Zeit ausgeübt werden. Diese Zeiten regelt ebenfalls die EN 12208. Nur wenn alle Voraussetzungen gegeben sind, gilt es als gesichert, dass die entsprechenden Fenster und Türen schlagregendicht sind, ganz egal, ob sie dabei von Bauten wie Vordächern geschützt werden oder nicht.

Auch nach dem Einbau darf nicht “geschludert” werden
Trotz gründlicher und gewissenhafter Überprüfungen noch vor der Montage müssen die Bauteile natürlich auch nach dem Einbau angemessen und pfleglich behandelt werden. Durch eine nicht fachgerechte Wartung oder auch durch zu scharfe und ungeeignete Reinigungsmittel können im Laufe der Zeit die Dichtungen porös werden, so dass die Schlagregendichtheit nachlässt, obwohl die Elemente über einen Prüfbericht nach  EN 12208 verfügten.

Beim Kauf auf schlagregendichte Fenster achten
Wenn Sie im Herbst – und natürlich auch in allen anderen Monaten – keine böse Überraschung erleben wollen, sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Fenster und Türen schlagregendicht sind. Wer ohnehin gerade mit einem Neubau oder einer Sanierung beschäftigt ist, wird sicherlich wissen, dass es bei der Auswahl von Fenstern und Türen nicht nur auf Faktoren wie Wärmedämmung und Optik ankommt, sondern auch auf die Schlagregendichtheit. Bei uns finden Sie selbstverständlich entsprechende Systeme, die gemäß  EN 12208 geprüft und zertifiziert wurden. Lassen Sie sich von uns doch auch einmal beraten, wir zeigen Ihnen gerne die vielen weiteren Vorteile hochwertiger Markenfenster. Und falls Sie sich auf die Schnelle einen Überblick verschaffen möchten: Viele unserer Produkte lassen sich ganz einfach online konfigurieren. Nutzen Sie diesen praktischen Service, er lässt sich kinderleicht bedienen und zeigt Ihnen natürlich auch in Echtzeit die zu erwartenden Kosten an!

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