Holzfenster richtig pflegen und streichen

Ist das wirklich so aufwendig?

Holzfenster sind nicht nur aufgrund ihrer ausgezeichneten Wärmedämm- und Schallschutz-Eigenschaften beliebt, sondern auch wegen der behaglichen und wohnlichen Atmosphäre, die sie vermitteln. Holz ist eben ein Naturprodukt, was sich sowohl an der schönen Optik als auch an der hervorragenden Funktionalität bemerkbar macht. Kein Wunder, dass hochwertige Marken-Holzfenster auf der Beliebtheitsskala von Bauherren und Sanierern ganz weit oben liegen. Und auch wir führen selbstverständliche verschiedene anspruchsvolle Holzfenstersysteme, die qualitativ und optisch in jeglicher Hinsicht überzeugen.
Doch obwohl moderne Holzfenster dank der erstklassigen Verarbeitung gar nicht mehr so pflege- und wartungsintensiv wie früher sind, zeigen sich manche Verbraucher zunächst etwas verunsichert. Ist es nicht extrem zeitaufwendig und umständlich, die Holzfenster angemessen zu pflegen und sie bei Bedarf zu streichen? Sollen wir auf das Naturprodukt aus praktischen Gründen nicht lieber verzichten? Nein, das müssen Sie auf keinen Fall. Die Pflege und Wartung zeitgemäßer Qualitäts-Holzfenster ist längst nicht so problematisch und zeitintensiv wie oft befürchtet wird.

Grundsätzlich gilt: Natürlich müssen Fenster aus Holz vor typischen Witterungseinflüssen wie Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung oder Regen geschützt werden. Spätestens dann, wenn der vorhandene Anstrich rissig wird oder gar abblättert, muss die Schutzschicht sorgfältig erneuert werden. Denn dringt erst einmal Feuchtigkeit in das ungeschützte Holz ein, kommt es schnell zu einem Pilzbefall und der Fensterrahmen fault im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Dies passiert aber nur dann, wenn Sie Ihre Holzfenster über Jahre oder gar Jahrzehnte sträflich vernachlässigen. Jetzt im Frühjahr sollten Sie Ihre Holzfenster einer kritischen und gründlichen Begutachtung unterziehen. Wird ein neuer Anstrich fällig, sollten die Fenster darauf vorbereitet werden. Das ist gar nicht so schwierig: Wenn Lasur, Lack oder Farbe noch recht gut erhalten sind, reicht es in der Regel aus, die Oberfläche des Rahmens vorsichtig mit feinem Schleifpapier zu bearbeiten. Etwas aufwendiger ist die Vorbereitung bei einer sehr rissigen oder teilweise schon abgeplatzten Lack- oder Farbschicht. Hier müssen Sie die schadhaften Stellen in Lack oder Farbe mit einem Spachtel entfernen und die Beschädigungen mit einer guten Holzspachtelmasse ausfüllen. Anschließend schleifen Sie das Holz mit feinem Schleifpapier ab, so dass eine vollkommen ebene Oberfläche ohne Übergänge und Kanten entsteht. Danach wird es schon Zeit für die Grundierung. Damit der Lack im Anschluss auch gut hält, sollte die Grundierung nach dem Trocknen angeschliffen werden.

Für den neuen Anstrich eignen sich prinzipiell Lack, Farbe und Lasur. Lack und Farbe werden vorwiegend für deckende Farbanstriche verwendet. Sie bauen eine optimale Schutzschicht an der Oberfläche des Holzes auf, ein erneuter Anstrich wird hier meist alle fünf Jahre fällig. Eine Lasur dagegen dringt sehr tief in das Holz ein und schützt somit auch tiefere Holzschichten. Selbst dann, wenn Sie eine farbige Lasur verwenden, bleibt die wunderschöne natürliche Struktur des Holzes erhalten. Die Oberfläche fühlt sich keineswegs beschichtet an, sondern passt sich perfekt an die Fassade des Hauses an. Ein Anstrich mit Lasur muss durchschnittlich alle zwei Jahre erneuert werden.
Extratipp: Wenn Sie ein- bis zweimal im Jahr eine spezielle Pflegemilch auf Ihre Holzfensterrahmen auftragen, wird der erforderliche Wetterschutz von Lack, Farbe oder Lasur noch einmal aufgefrischt, so dass sich die Abstände zwischen den Anstrichen verlängern.

Sie merken also, so extrem pflegeintensiv wie oft behauptet wird, sind Holzfenster gar nicht. Und der geringe Arbeitsaufwand lohnt sich auf jeden Fall, denn Fenster aus Holz schenken dem Gebäude einen einzigartigen und unverwechselbaren Charakter. Letztendlich sorgen Holzfenster ja auch für ein angenehmes Raumklima, denn sie nehmen bei hoher Luftfeuchte die Feuchtigkeit auf und geben sie bei einer zu trockenen Raumluft auch wieder ab.
Übrigens: Das waren noch längst nicht alle Argumente, die für Holzfenster sprechen. Lassen Sie sich von uns doch am besten einmal beraten!

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