Holzfenster richtig streichen: So gelingt es am besten

Holzfenster sehen wunderschön aus und bieten viele Vorteile. Um Optik und Funktionalität jedoch über Jahre zu erhalten, ist eine regelmäßige sorgfältige Wartung unerlässlich. Ein ganz wichtiger Aspekt dieser Wartung ist das Streichen der Holzfenster. Jetzt im Frühsommer, wenn es nicht mehr so kalt, aber auch noch nicht übermäßig heiß ist, ist die beste Zeit, Ihren Holzfenstern wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Die frisch gestrichenen Fenster müssen zum Trocknen nämlich geöffnet sein, was in der Heizperiode nicht zu empfehlen ist. Keine Angst: Der Aufwand beim Streichen ist gar nicht so groß!

Erst einmal muss natürlich der alte Lack vom Fenster ab.
Natürlich können Sie die alte Lackschicht ganz traditionell abschleifen, insbesondere bei größeren Fensterflächen dauert dies aber ewig. Wenn es schneller gehen soll, nutzen Sie einen Abbeizer und schleifen die Oberfläche anschließend per Hand mit einem Schleifklotz glatt. Noch einfacher funktioniert dies mit einem Schwing- oder Exzenterschleifer. Falls Sie doch lieber mit Schleifpapier arbeiten: Je gröber die alten Lackreste sind, desto gröber sollte auch die Körnung des Schleifpapieres sein.
Bitte beachten: Die beliebten Heißluftgebläse, die den Lack stark aufwärmen, damit er sich leichter ablösen lässt, dürfen Sie bei Isolierverglasung auf keinen Fall verwenden. Der Grund: Durch die Hitze kann das Material springen.
Eventuelle schadhafte Stellen im Holz, also beispielsweise kleine Risse oder auch Löcher, können Sie ganz leicht mit einem klassischen Lackspachtel ausbessern. Selbstverständlich sollten Sie ihn anschließend auch wieder verschleifen. Wichtig ist zudem, dass alle Staub- und Fettreste gründlich entfernt werden: und zwar vor der weiteren Bearbeitung.

Um einen perfekten Schutz gegen Umwelt- und Witterungseinflüsse zu gewährleisten, ist vor dem eigentlichen Streichen ein Grundanstrich erforderlich. Außerdem füllt dieser Vorlack kleinere Vertiefungen auf und sorgt somit für einen absolut gleichmäßig saugenden Untergrund. Dies darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, da der Lack sonst hinterher Farbunterschiede zeigen würde. Ist der Vorlack trocken, wird er minimal angeschliffen. 240er-Schleifpapier reicht hierfür völlig aus. Nach dem Entstauben können Sie mit der endgültigen Lackierung beginnen. Tragen Sie mit einem passenden Pinsel oder einer Lackrolle die erste Schicht auf. Am besten fangen Sie dabei mit den Ecken und Kanten an. Nach Möglichkeit sollten Sie während dieser Arbeit keine Pause einlegen. Wenn der Lack nämlich in dieser Zeit antrocknet, bilden sich beim Darüberstreichen unschöne Ränder. Haben Sie die Lackschicht komplett aufgetragen und ist sie komplett durchgetrocknet, wird sie ebenfalls leicht mit 240er-Schleifpapier angeschliffen. Danach wird es Zeit für die Endlackierung. Dabei gehen Sie ganz einfach wie bei der Zwischenlackierung vor. Nur auf das Anschleifen muss natürlich verzichtet werden.

Übrigens: Um nach dem Streichen der Holzfenster saubere Ränder zurückzuerhalten, sollten die Glasscheiben durch Klebeband (Malerkrepp) geschützt werden. Dieses muss allerdings rechtzeitig vor dem Trocknen der Farbe entfernt werden.
Sie überlegen, ob Ihre alten Fenster überhaupt noch einen Anstrich wert sind? Wenn das Ganze zu aufwendig und kostenintensiv wird und die Fenster ohnehin nicht mehr dem aktuellen Qualitätsstandard entsprechen, sollten Sie vor der Renovierung gegebenenfalls über die Anschaffung neuer Fenstersysteme nachdenken. Gerade bei schon teilweise verrotteten oder gar undichten Fenstern macht sich der komplette Austausch der Holzfenster durchaus direkt bezahlt.

Falls Sie sich noch etwas unsicher sind, ob der Anstrich der alten Fenster lohnt oder Sie sich doch lieber für hochmoderne neue Systeme entscheiden sollten, was auch im Sinne einer besseren Energieeinsparung sinnvoll sein kann, sprechen Sie uns ruhig an. Wir erklären Ihnen gerne, welche hervorragenden Wärmedämmwerte die aktuellen Fenster aus unserem Programm haben und welche Vorteile sie sonst noch zu bieten haben.

Auch wenn der Sommer erst vor der Tür steht: Der nächste Winter wird kommen und damit auch die Zeit eisiger Kälte, starker Stürme und lang anhaltender Nässe. Wie gut, wenn Ihre Fenster all die Widrigkeiten dann einfach ausschließen!

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