Kunststofffenster richtig reinigen und pflegen

schueco_easycare_98050532(1)Kunststofffenster sind zwar erfreulich pflegeleicht und wartungsarm, so ganz unbeachtet wollen sie aber natürlich nicht sein. Im Frühling und Sommer setzen ihnen Blütenstaub und Insekten zu, im Herbst und Winter sind es starke Niederschläge, Kälte und Nebel. Dazu kommen noch die normalen Verunreinigungen aus der Luft.

Doch wie können Sie die optische und funktionelle Qualität Ihrer Kunststofffenster am besten erhalten? Grundsätzlich ist eine jährliche und sorgfältige Inspektion zu empfehlen. Vielleicht führen Sie diese Überprüfung gleich im Rahmen des Frühjahrsputzes durch, dann gerät sie nicht in Vergessenheit? Achten Sie hier insbesondere auf die Beschläge. Sie gehören zu den empfindlicheren Teilen Ihrer Fenster, werden aber häufig sehr stiefmütterlich behandelt. Einmal im Jahr sollten Sie die Funktionsfähigkeit der Beschläge kontrollieren und ihnen anschließend eine kleine Pflegekur gönnen. Das Ölen und Fetten hält sie beweglich und trägt zum Werterhalt bei. Fenster, die klemmen oder sich nur schwer öffnen und schließen lassen, können nach dieser kleinen Kur häufig wieder ganz einfach und leicht bedient werden. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, nur harz- und säurefreies Öl oder Fett zu benutzen. Haben Sie kein entsprechendes Produkt zur Hand, darf es auch ruhig einmal die gute alte Vaseline sein. Wichtig: Die Beschlagteile dürfen niemals überstrichen werden!

Natürlich reinigen Sie Ihre Kunststofffenster im Rahmen der üblichen Hausarbeiten mehrmals im Jahr. Aber wissen Sie auch, dass Reinigungsprodukte mit Lösungsmitteln (beispielsweise Aceton oder Benzol) und aggressiven chemischen Inhaltsstoffen vollkommen ungeeignet sind? Absolut tabu sind Nitro-Verdünnungen, scheuernde Mittel oder gar Benzin. Eine milde Seifenlauge oder einfaches Wasser mit etwas Spülmittel reicht in der Regel völlig aus, um die hochwertige Oberflächenbeschaffenheit der Fenster langfristig zu erhalten. Entfernen Sie Rückstände und Verschmutzungen so schnell wie möglich, denn festsitzende Verunreinigungen lassen sich in der Regel sehr schwer entfernen. Besonders hartnäckigen Schmutz können Sie mit speziellen Pflegemitteln für Kunststofffenster beseitigen. Diese Produkte wirken auch oft sogar gegen unschöne Nikotin-Rückstände und Klebereste. Blütenstaub oder Teer- und Eisenpartikel neigen sogar mit der Zeit zum Einbrennen auf den Rahmen: Verantwortlich dafür ist die Sonneneinstrahlung.

Unser Extra-Tipp: Verzichten Sie darauf, den Fensterrahmen nach dem Reinigen vollständig mit einem Tuch zu trocknen. Im Idealfall sollte die Restfeuchtigkeit selbstständig an der Luft trocknen, was einen ganz interessanten Vorteil bringt. Dadurch wird nämlich verhindert, dass sich die Kunststoffoberfläche durch die Reibung beim Abtrocknen statisch auflädt, was letztendlich wieder Schmutz anziehen würde.

Sie haben erst kürzlich neue Fenster in Ihr Heim eingebaut und ärgern sich noch immer über Staub und unschöne Schmutzstreifen? Haben sich vielleicht sogar Mörtel und andere Baustoffe auf den Fenstern abgesetzt? Auch für die Reinigung nach dem Einbau ist ein haushaltsübliches Mittel ideal und ausreichend. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Rückstände, die durch den Einbau entstanden sind, möglichst schnell entfernen. Sie könnten ansonsten unter Umständen Verätzungen oder Kratzer hervorrufen.

Übrigens: Auch die Dichtungen Ihrer Kunststofffenster dürfen nicht mit scharfen oder hoch konzentrierten Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Verschiedene Hilfsmittel wie beispielsweise ein Stahlschwamm oder Topfreiniger sind natürlich ebenfalls absolut tabu. Die Dichtungen freuen sich gerade vor dem Winter über eine sanfte Behandlung mit Fett. Dies schützt sie davor, porös und brüchig zu werden, was gerade bei lang anhaltender Kälte leicht passieren kann. Selbst minimale Risse in den Dichtungen können dazu führen, dass die Isolierung gegen Wärme, Kälte, Nässe oder auch Schall nicht mehr hundertprozentig gewährleistet ist. Kontrollieren Sie zudem regelmäßig die Entwässerungsöffnungen. Sind sie durch Schmutz verstopft, ist eine ausreichende Entwässerung beziehungsweise ein ordnungsgemäßer Ablauf des Wassers nicht mehr gewährleistet.

Darüber hinaus sollten Sie bei Ihren Kunststofffenstern natürlich auch immer auf eventuelle Verformungen oder Beschädigungen achten. Prinzipiell ist bei hochwertigen Markenfenstern zwar auch nach Jahren nicht mit einer Verminderung der Qualität beziehungsweise Funktionalität zu rechnen, aber dies hängt auch immer vom Einzelfall und den jeweiligen Gegebenheiten ab.

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