Was genau bedeuten eigentlich die U-Werte?

Wenn Sie sich für den Kauf neuer Fenster interessieren, haben Sie sicher schon festgestellt, dass Sie bei entsprechenden Recherchen immer wieder auf scheinbar rätselhafte Abkürzungen stoßen: die sogenannten U-Werte, die es im Fachjargon gleich dreifach gibt. Vielleicht haben Sie sich bereits informiert, wie die perfekten Werte auszusehen haben, damit es sich um wirklich hochwertige und moderne Energiesparfenster handelt. Aber wissen Sie auch, was es mit den Bezeichnungen wirklich auf sich hat und was sie eigentlich beschreiben?
Wie schon erwähnt, kennt die Fensterbranche drei verschiedene U-Werte: den Uf-Wert, den Ug-Wert und den Uw-Wert. Nachfolgend wollen wir ein wenig Licht ins Dunkel dieser Abkürzungen bringen.

Der U-Wert:
Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient beim Fenster, der den Wärmestrom abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer Seite und kalter Seite angibt. An ihm lassen sich die Dämmeigenschaften des Fensters am besten ablesen. Grundsätzlich gilt: Je niedriger dieser U-Wert ist, umso besser ist die Dämmwirkung, ein sehr hoher U-Wert würde also für eine schlechte Dämmwirkung stehen. Vereinfacht können wir auch sagen, dass der U-Wert die Höhe des Wärmeverlustes beschreibt, der durch das entsprechende Fenster besteht. Er wird zwischen der Außen- und Innenseite ermittelt, und zwar pro Stunde und pro Quadratmeter Fläche bei einem Temperaturunterschied von exakt 1,0 Grad Kelvin zwischen beiden Seiten. Um diesen Wert präzise zu definieren, stehen heutzutage hochmoderne Messanlagen zur Verfügung. Alternativ kann aber auch eine streng reglementierte Berechnung durchgeführt werden. Das Ergebnis wird dann üblicherweise als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet, die Schreibweise für den Wert wird als “W/m²K” ausgedrückt. Der Buchstabe “W” steht dabei für Watt, das “K” dagegen für Kelvin. Nun kennt die Branche aber die eingangs erwähnten drei Bezeichnungen Uf-, Ug- und Uw-Wert. Was es nun damit auf sich hat, klären wir in den folgenden Abschnitten.

Der Uf-Wert
Mit dem Uf-Wert bezeichnen Experten den U-Wert nur für den Fensterrahmen. Das “f” in der Abkürzung steht dabei für den englischen Ausdruck “Frame”, also Rahmen. Um diesen Wert zu ermitteln, werden nur die konstruktiven Merkmale und Eigenschaften der Fensterrahmen berücksichtigt, also Technik, Verarbeitung und Baumaterialien. Die Bestimmung des Wertes für die Rahmen-Flügelkombination erfolgt hier ebenfalls entweder durch Messung oder durch Berechnung.

Der Ug-Wert
Mit dem Ug-Wert wird der Wärmedurchgangskoeffizient nur für die Verglasung bezeichnet. Der Buchstabe “g” steht dabei für den englischen Ausdruck “Glazing”, der mit “Verglasung” übersetzt wird. Im deutschsprachigen Raum verbinden wir das “g” innerhalb der Abkürzung mit dem Wort “Glas”, so dass wir uns gut merken können, welche Bedeutung das Kürzel hat.

Der Uw-Wert
Der Uw-Wert bezeichnet den U-Wert für das komplette Fenster. Der Buchstabe “w” in der Abkürzung steht in diesem Fall für das englische Wort “Window”, das übersetzt “Fenster” bedeutet. Bei der Berechnung dieses Wertes wird sowohl der Fensterrahmen als auch die Fensterverglasung berücksichtigt. Wenn wir es ganz genau nehmen, ist das Kürzel “Uw-Wert” die fachlich korrekte Bezeichnung für den U-Wert, umgangssprachlich hat sich aber der Ausdruck “U-Wert” durchgesetzt.

Generell sind die Bezeichnungen und Werte nicht nur Grundlage bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten beim Fenster. Auch bei allen anderen Bauteilen, die zwischen Innen- und Außenseite eines Gebäudes eine Wärmedämmung hervorrufen, dienen sie als Basis. Das können Rollos, Jalousien und Rollladen sein, aber auch Mauern, Steine und Beton.

Um Ihnen die Werte mithilfe von Beispielen zu verdeutlichen:
Der typische Wert für ein Standard-Fenster mit zweifachem Isolierglas (24 Millimeter) mit Argon Füllung würde bei etwa 1,1 W/m2K liegen. Unsere Markenfenster der Reihe “SCHÜCO THERMO 6 CLASSIC TOPALU” bieten dagegen einen Uw-Wert von bis zu 0,77 W/m²K. Zur Erinnerung: Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist auch die wärmedämmende Wirkung. Wer sich dauerhaft ein behagliches Zuhause ohne Wärmeverlust wünscht, sollte bei der Auswahl seiner Fenster also unbedingt auf entsprechend optimale Werte achten.

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