Werkstoff Aluminium: Wie wird er eigentlich hergestellt?

Fenster und Türen aus Aluminium sind längst keine Ausnahme mehr, denn der Werkstoff gehört neben Kunststoff und Holz zu den meist verwendeten Materialien im Tür- und Fensterbau. Wie Aluminium jedoch überhaupt hergestellt und aus welchen Rohstoffen er gewonnen wird, ist weitestgehend unbekannt. Dies möchten wir an dieser Stelle gerne einmal klären.
Der Herstellungsprozess von Aluminium beginnt mit Bauxit, einem Rohstoff, der im Tageabbau gewonnen wird. Es handelt sich bei Bauxit um ein Aluminiumerz, das hauptsächlich in einem breiten Gürtel rund um den Äquator vorkommt. Bauxit ist gleichzeitig auch das einzige Erz überhaupt, das zurzeit für die Herstellung von Aluminium eingesetzt wird. Der Aluminium-Anteil von Bauxit liegt bei etwa 15 bis 25 Prozent.

Zu finden ist Bauxit ein paar Meter unter der Erdoberfläche in horizontalen Schichten. Diese Schichten sind in der Regel mit Tonmineralien, Eisenoxid und Titandioxid vermischt. Die rote Färbung, die für Bauxit so charakteristisch ist, kommt vom Eisen. Unter Einbeziehung noch nicht entdeckter Vorkommen sind auf der Erde schätzungsweise bis zu 75 Milliarden Tonnen Bauxit vorhanden. Wird der aktuelle Abbaurhythmus zugrunde gelegt, würde dieser Vorrat noch bis zu 300 Jahre ausreichen. Trotzdem bereitet sich die Industrie schon jetzt darauf vor, andere Erze zu verwenden. Bevor Bauxit abgebaut werden kann, muss es zunächst unter einer dicken Schicht aus Lehm und Steinen befreit werden. Danach folgt der Transport in spezielle Anlagen, wo das Bauxit gründlich gewaschen und zerkleinert wird. In einem aufwendigen Raffinationsverfahren lässt sich dann aus dem Rohstoff Tonerde oder Aluminiumoxid gewinnen. Die Gewinnung erfolgt durch die Zugabe einer heißen Lösung, die aus Natronlauge und Kalk besteht. Diese besondere Mischung wird erst erhitzt und dann gefiltert, danach trocknet die verbliebene Tonerde zu einem weißen Pulver ein.

Die nächste Station im Verarbeitungszyklus ist eine Metallhütte. Hier beginnt der komplexe und aufwendige Veredelungsprozess. Insgesamt drei verschiedene Rohstoffe sind notwendig, um Aluminium, wie wir es alle kennen, herzustellen: und zwar Tonerde, Elektrizität und Kohlenstoff. Die Elektrizität wird zwischen eine positive Anode und eine negative Kathode, die jedoch beide aus Kohlenstoff bestehen, geleitet. Die positive Anode reagiert mit dem Sauerstoff, der sich in der Tonerde befindet, und bildet dort CO2. Das Resultat ist flüssiges Aluminium, das jetzt lediglich noch aus den sogenannten Elektrolysezellen abgesaugt werden muss. Aus zwei Tonnen Aluminiumoxid kann übrigens etwa eine Tonne Aluminium gewonnen werden.
In Abhängigkeit von der späteren geplanten Verwendung folgt anschließend die endgültige Weiterverarbeitung: Das flüssige Aluminium wird entweder in Walzbarren, in Pressbolzen oder in Gusslegierungen gegossen.

Übrigens: Das Recyceln von Aluminiumschrott benötigt lediglich fünf Prozent der Energie, die für die Gewinnung und Herstellung von neuem Aluminium erforderlich ist. Völlig ohne Qualitätseinbußen kann Aluminium auch immer wieder aufs Neue recycelt werden, die positiven Eigenschaften des Materials gehen in diesem Prozess zu keinem Zeitpunkt verloren. Der komplette Recycling-Prozess umfasst fünf Schritte: das Sammeln, das Aufbereiten des Schrotts, das Schmelzen, die Raffination sowie das Gießen. Durch das Recycling können nicht nur jede Menge Rohstoffe und Energie gespart werden: Auch der eigentlich enorme Landbedarf für Deponien lässt sich auf diese Weise natürlich deutlich verringern. Fenster- und Haustürsysteme aus Aluminium sind also auch aus ökologischer Sicht mehr als nur vertretbar. Da sie ohnehin jede Menge qualitative und funktionelle Vorteile mitbringen und auch optisch äußerst ästhetisch und elegant sind, ist es kein Wunder, das Alu-Fenster und Alu-Türen immer mehr im Kommen sind.

Machen Sie sich doch am besten selbst einmal ein Bild von den Vorzügen des Materials und schauen Sie sich unsere Produkte aus dem Hause Schüco an. Gerne stehen wir Ihnen auch für eine ausführliche Beratung zur Verfügung.
Und falls Aluminium nicht zu Ihren Favoriten zählt: Wir bieten natürlich auch Systeme aus Holz und Kunststoff an!

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